Der Einsatz der Digital Stage ist vielfältig: Produkt-, Image- und Personalmarketing als auch interne Kommunikation sind möglich.

Nicol Schindlbeck ist zuständig für Unternehmenskommunikation und Marketing bei ODU. Im Interview mit dem Kreativstüberl berichtet sie über ihre Erfahrungen mit der Digital Stage und wirft einen Blick in die Zukunft der digitalen Kommunikation.

Wie kommunizieren Sie aktuell mit Ihren Kunden?

Schindlbeck: Wir nutzen alle uns zur Verfügung stehenden Kanäle: die klassischen, wie Telefon, persönliche Kundenbesuche und E-Mail. Die Erweiterung der Digitalisierung hatten wir bereits in Planung, Corona hat die Umsetzung deutlich beschleunigt. Neu ist der reine Online-Kontakt. Persönliche Kontakte sind sehr beschränkt, daher haben wir die Kommunikation weitestgehend in die Online-Medien verlegt. In den letzten Monaten sind wir in diese Art der Kommunikation hineingewachsen.

Die größte Veränderung haben wir gemeinsam mit dem Team vom Kreativstüberl umgesetzt: Im April sind wir das erste Mal ins Gespräch gekommen. Im Brainstorming haben wir die Möglichkeiten der Digital Stage für uns entdeckt und uns für eine eigene Digital Stage entschieden. Seit Juli ist sie ständig im Einsatz.

Wie setzen Sie diese Digital Stage in Ihrer Kundenkommunikation ein?

Schindlbeck: Wir installierten ein Filmstudio in unserem Unternehmens-Stammsitz in Mühldorf. Unsere Kunden haben mit der Digital Stage die bestmögliche Option unsere Produkte kennenzulernen: Wir zeigen uns als Ansprechpartner und gleichzeitig präsentieren wir unsere Produkte samt Funktionalitäten. Wir setzen hierfür ganz unterschiedliche Formate wie Webinare und Livestreamings, Expertentalks und Videos ein. Mit den verschiedenen Kameras können wir Produktdetails zeigen und die Steckgeräusche hörbar machen. Die Digital Stage wird zum Kontakterlebnis.

Wie ist die Resonanz der Kunden?

Schindlbeck: Unsere Kunden sind begeistert. “Sehr professionell”, “tolles Filmstudio” - das sind nur einige der Reaktionen. Die Technik und vor allem auch unser Auftreten werden positiv kommentiert. Erst im zweiten Moment konzentrieren sich die Zuschauer dann auf unsere Produkte. Das Setup ist natürlich noch sehr neu. Daher wird zunächst die Situation bewertet, dann der Inhalt.

Welche Hürden mussten Sie überwinden?

Schindlbeck: Unsere größte Herausforderung war es tatsächlich einen geeigneten Raum zu finden. Gemeinsam mit dem Kreativstüberl haben wir uns mit vollem Engagement auf dieses Projekt gestürzt. Mit Erfolg. Intern schulten wir ein Team, so dass wir völlig autark in der Digital Stage arbeiten können. Wir haben einen Spezialisten für die Regie, für den Schnitt und auch die Aufnahmen an sich. Die interne Bereitschaft war von Anfang an da, das ist sehr wichtig, wenn man neue Ideen umsetzen möchte.

Setzen Sie die Digital Stage auch nach Corona weiter ein?

Schindlbeck: Auf jeden Fall! Ich bin davon überzeugt, dass wir durch die aktuelle von der Pandemie diktierten Situation viel lernen können. Die Kundenkommunikation funktioniert auch über die online Kanäle, so dass wir Zeit und auch finanzielle Mittel für Reisen einsparen und anderweitig einsetzen. Natürlich sind persönliche Begegnungen nach wie vor relevant, aber im Moment eben nur eingeschränkt nutzbar.

Wie sieht die Kommunikationszukunft bei Ihnen aus?

Schindlbeck: Wir werden die Digital Stage weiterhin stark nutzen, unser interner Redaktionskalender ist voll. Die Kollegen haben den Mehrwert schnell erkannt und nutzen die zahlreichen Vorteile. Wie die Zukunft aussieht, weiß ich natürlich nicht. Ich denke aber gerade die internationale Kommunikation wird digitaler. Wir stärken unser Know-How mit jeder neuen Produktion, das kommt uns zu Gute.

Kommen die klassischen Messen zurück?

Schindlbeck: Wenn es die äußeren Umstände erlauben, wird es sicher wieder Messen geben, in einem kleineren Rahmen. Ich kann mir auch vorstellen, dass die hybriden Messen - also teils digital, teils als persönliche Messe, weiterhin umgesetzt werden. Aber Messen, wie es sie früher gegeben hat, werden nicht mehr in diesem Umfang stattfinden. Vermutlich gibt es andere, kleinere Formate zum persönlichen Austausch. Das menschliche Bedürfnis nach persönlichem Kontakt kann man digital nicht ersetzen.

Die junge Generation wird die klassische Messe vermutlich nicht missen, es kann sein, dass sie Messen gar nicht kennen werden. Daher werden wir uns auch künftig digital ausrichten. Es ist wichtig, dass man sich in der Kommunikation extern und intern nach den Bedürfnissen der Kunden und Mitarbeiter richtet.  

Virtuelles Lernen - Eignet sich die Digital Stage auch für Schulungen?

Schindlbeck: Wir nutzen die Digital Stage als Rundum-Tool. Wir veranstalten zum Beispiel interne Vertriebstrainings digital. Der Vorteil: Wenn die Kollegen Zeit haben, schauen sie sich die Inhalte an. Wir umgehen mit dem digitalen Angebot außerdem die Zeitverschiebung zu internationalen Kollegen. Künftig nutzen wir die Digital Stage auch für unsere Ausbildung zum Beispiel im Rahmen eines virtuellen Tages der Ausbildung. Unsere Azubis sind sehr medienaffin und haben Spaß daran, in der neuen Umgebung zu kommunizieren. Es gibt auch ein Schulungsvideo, wie man in der Digital Stage agiert - wie man sich vorbereitet, wie man spricht und worauf man achten sollte.

Der Einsatz der Digital Stage ist vielfältig: Produkt-, Image- und Personalmarketing als auch interne Kommunikation sind möglich.

Vielen Dank für das ausführliche Interview!

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